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Agility
Was ist eigentlich Agility
Agility ist in erster Linie ein Geschicklichkeitssport, bei dem der Hund eine Reihe von verschiedenen Hindernissen in einem Parcours überwinden muss. Agility, zu deutsch Behendigkeit, Gewandtheit, ist eine aus England kommende Hundesportart, die nicht nur in den westeuropäischen Ländern sondern auch schon weltweit bereits eine große Anhängerschaft gewonnen hat.
- Agility ist ein kontrolliertes Spiel, bei dem der Hund mit Leichtigkeit freudig über und durch die verschiedenen Hindernisse geht. Bei dem der Mensch dem Hund nur mit Worten und mit seiner Körpersprache den Weg weist.
- Agility ist purer Spaß, wenn das Gelernte im Parcours umgesetzt wird und Mensch und Hund zu einem Team zusammenschmelzen.
- Agility ist Bewegung und Körperbeherrschung für Zwei- und Vierbeiner gleichermaßen.
- Agility ist auch geistige Fitness, denn der Hundeführer muss sich nicht nur die richtige Reihenfolge der Hindernisse im Parcours merken, der bis zu 20 Hindernisse immer wieder anders verläuft, sondern muss auch schnell reagieren falls der Hund ein falsches Gerät anvisiert. So muss auch der Hund die Zeichen seines Menschen zügig befolgen. Das korrekte Angehen der Hindernisse erfordert vom Hund ebenfalls hohe Konzentration.
All diese Eigenschaften machen den Agility-Sport so vielseitig und attraktiv und ist für Mensch und Hund immer wieder eine neue Herausforderung.
Der Agility Mensch – gleich welchen Alters – sollte immer gut gelaunt und entspannt sein bevor er mit seinem Hund trainieren möchte. Er sollte gegenüber seinem Hund immer geduldig sein und evtl. auftretende Fehler in erster Linie bei sich selber suchen. Er muss seinen Hund verstehen und lesen, nicht zeigen sondern führen, um für den Hund den optimalen Weg zu finden und nicht unbedingt für sich den schnellsten und bequemsten Weg.
Der Hundeführer muss mit seinem Hund spielen und auch überschwänglich loben können und sei es auch nur mit Worten. So ist auch ein Leckerchen und / oder ein Spielzeug ein gutes Motivationsmittel für den Hund und erleichtert dem Hundeführer bestimmte Verhaltensmuster vom Hund abzuverlangen. Ein flaches Halsband und eine Leine ohne Ösen und Schlaufen von ca. 2 m sind für einen Anfängerhund im Agilitytraining unentbehrlich. Der Hundeführer darf seinen Hund nie mit einer Übung überfordern und das Training endet immer mit einem Erfolgserlebnis für den Hund und somit gleichermaßen auch für den Menschen.
Wichtig ist auch die richtige Kleidung. Wetterfest sollte sie auf alle Fälle sein. Die Kleidung sollte bequem und möglichst eng am Körper anliegen aber ohne Einzuengen. Es wird nicht mit einer offenen Jacke oder Weste trainiert, damit der Hund unsere Körpersprache, die im Agility eine große Rolle spielt, gut erkennen kann. Das richtige Schuhwerk ist ebenfalls wichtig, so sollten Schuhe mit glatter Sohle oder mit Absätzen vermieden werden damit ein Ausrutschen oder Umknicken nicht die Folge ist. Am besten geeignet sind rutschfeste Turnschuhe mit vielen Noppen oder Fußballschuhe. Auf Teppichboden eignen sich ganz normale Laufturnschuhe.
Agility ist grundsätzlich für alle Hunde geeignet. Ganz gleich ob Rassehund oder Mischling, Rüde oder Hündin. Für große und schwere Hunde wie z.B. Doggen, Neufundländer, Bernhardiner oder Kleinere mit einem sehr langen Rücken wie z.B. der Basset ist Agility sicherlich nicht der richtige Hundesport.
Wenn man sich die teilnehmenden Hunde auf den Turnieren mal anschaut, dann zeigt sich, dass gewisse Rassen wie der Belgische Schäferhund und der Border Collie oder bei den kleinwüchsigen Hunden wie der Sheltie und der Terrier das Turniergeschehen dominieren. Ganz gleich mit welcher Rasse oder Mischling man diesen Sport betreibt, in erster Linie sind alle Agility Hunde erst mal Familienhunde mit denen wir die meiste Zeit zu Hause und nicht auf dem Agilityparcours verbringen.
Und deshalb muss jeder für sich ganz genau abstimmen, wie das häusliche Umfeld ist und welche Rasse oder auch Mischling zu einen passt.
Auf alle Fälle ist die Voraussetzung für einen Agility Hund, dass er gesund ist. Für einen verantwortungsbewussten Hundefreund ist ein jährlicher Gesundheitsscheck beim Tierarzt sowie die Tollwutimpfung selbstverständlich. Dazu gehört auch die Untersuchung auf Gelenkerkrankungen wie Hüftgelenkdysplasie (HD) und Ellbogendysplasie (ED) bevor man mit dem Sprungtraining beginnt.
Nach dem Agilityreglement darf ein Hund ab dem Alter von 15 Monaten seine ersten Turniererfahrungen in der Beginner-Klasse sammeln. Die Prüfungsläufe sind erst im Alter von 18 Monaten erlaubt. Da das Training meist schon im Junghundalter begonnen wird, ist besonders auf die Knochenentwicklung eines Hundes Rücksicht zu nehmen. Bevor wir also einen jungen Hund belasten, sollte diese abgeschlossen sein. Bei kleinwüchsigen Rassen ist das Wachstum meist eher abgeschlossen, als bei größeren Rassen. Sicherlich können mit einem jungen Hund oder sogar schon mit dem Welpen einige Übungen durchgeführt werden. Dies geschieht natürlich immer spielerisch und dabei ist darauf zu achten, dass der Hund nie überfordert wird. Weniger ist auch hier oftmals mehr!
Der Agility Hund sollte gut sozialisiert sein und sich gegenüber Zwei- und Vierbeinern
freundlich und unauffällig verhalten. Ein gutes Sozialverhalten erlernt der Hund bereits in der Welpenzeit und deshalb ist es auch so wichtig mit einem Welpen eine Welpenprägungsstunde in einem Hundeverein oder –Schule zu besuchen. Auch lernen dort Junghunde und ältere Hunde schnell sich in einer Gruppe von mehreren Menschen mit Hunden einzuordnen.
Der Agility Hund muss über einen guten Grundgehorsam verfügen und sollte seinem Hundeführer blind vertrauen. Unsichere Hunde bekommen durch ein gezieltes Training an den Agilitygeräten Selbstvertrauen und stürmische Hunde lernen ihr Temperament unter Kontrolle zu halten.
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